Abteilungshauptversammlung 2009

Zur Abteilungshauptversammlung schrieb Bernd Baur in der Schwäbischen Zeitung: 


Zur Abwehr von Gefahren und zum Wohl der Bürger hat die Freiwillige Feuerwehr Schwendi im Jahr 2008 bei 33 Einsätzen ihre Kompetenz in Sachen vielfältiger Hilfeleistung unter Beweis gestellt. Ein Jahr zuvor waren es noch 39 Einsätze.

 

Auf hohem Niveau ausgebildet erfüllte die Schwendier Feuerwehr mit 41 aktiven Angehörigen im letzten Jahr ihre Aufgaben. 33 Mal rückten die Wehrleute aus, pro Einsatz waren sie durchschnittlich 72 Minuten im Dienst. Insgesamt summierte sich ihre Tätigkeit auf 633 Einsatzstunden. Bei der Jahreshauptversammlung am Samstag im Feuerwehrgerätehaus ging Schriftführer Ralf Stöhr in seinem Bericht ausführlich auch auf diese Einsätze ein. Demnach wurde die Feuerwehr unter anderem zu zehn Verkehrsunfällen, zwei Sturmeinsätzen und vier Brandeinsätzen gerufen. Acht Mal musste die Feuerwehr den Landeplatz für den Rettungshubschrauber absichern, zwei Mal rückte sie umsonst aus.

 

Dank der Großzügigkeit der örtlichen Betriebe ist die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrangehörigen für die Einsätze in Schwendi gut, sagte Kommandant Alfons Christ. „Ohne diese Einstellung wäre die Einsatzfähigkeit tagsüber wohl bei keiner Teilortwehr gewährleistet“, lobte Christ die Haltung der Betriebe. Etwas sorgenvoll blickt der Kommandant auf den rückläufigen Probenbesuch. Bei aller Akzeptanz für berufliche Belange sei es aber unverständlich, „wenn Feuerwehrproben aus den nichtigsten Gründen nicht besucht werden“. Denn für die Feuerwehr gelte das Gleiche wie für Sportler: „Wer nicht übt ist nicht fit“. Vorbilder hinsichtlich eines vollständigen Probenbesuches (21 Mal) waren 2008 Simon Arb, Markus Arb, Josef Hänn, Gebhard Hänn, Ralf Stöhr, Bernd Hader und Alfons Christ.

 

Einen konstanten Personalstand bei der Schwendier Wehr ermöglicht inzwischen die erfolgreiche Arbeit in der Jugendfeuerwehr Schwendi - Wain, die seit 2001 besteht. Alle 35 Jugendlichen, die bei der Gründung dabei waren, sind mittlerweile in den aktiven Feuerwehrdienst eingetreten. „Wir sind auf diesen Nachwuchs angewiesen, weil Seiteneinsteiger nur schwer für den Feuerwehrdienst zu gewinnen sind“, erklärte Alfons Christ. Deshalb würdigte er besonders die hervorragende Arbeit von Jugendfeuerwehrwart Thomas Stanossek und den anderen Ausbildern, die letztes Jahr 44 Jugendliche betreuten. Bei der Ausstattung der Feuerwehr mit Geräten und Ausrüstung sieht Alfons Christ im Moment dank der positiven Einstellung des Gemeinderates ein gutes Niveau erreicht. Was die Finanzen in den nächsten Jahren angeht, hat der Kommandant Sorge. Es könnte durchaus sein, dass die Feuerschutzsteuer als wesentlicher Teil der Finanzierung des kommunalen Feuerwehrwesens wegfalle. So weit wollte Bürgermeister Günther Karremann, der  für das Engagement der Wehr dankte, noch nicht denken. Mit dem neuen Feuerwehrbedarfsplan habe die Gemeinde entschieden, „der Feuerwehr auch künftig die Wertigkeit zukommen zu lassen die sie braucht“. Und ergänzend dazu:„Solange wir Steuereinnahmen haben ist es einfach die Qualität zu erhalten“. Er fügte aber auch hinzu, dass bei fehlenden Geldern der laufende Betrieb der Feuerwehr nicht über Kredite aufrechterhalten werden kann.

Nach zahlreichen Beförderungen konnte Kommandant Alfons Christ bei der Versammlung auch einen Feuerwehrmann besonders ehren. Seit 18 Jahren verwaltet Jürgen Pfeiffer die Kameradschaftskasse ohne Beanstandungen. Dafür wurde er nun mit der Verleihung der Ehrenspange in Bronze des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach belohnt. Notarzt Dr. Peter Pürzer („Eine kompetente sehr gut organisierte Feuerwehr“), Eberhard Seifried im Namen der Schwendier Mitarbeiter der Notfallseelsorge und Diakon Günther Rahn („Ein wichtiger vorbildlicher Dienst der Mitmenschlichkeit“) unterstrichen in Grußworten die gute Zusammenarbeit mit der Schwendier Wehr.

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Foto 1: beb    
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